Die Hascheeknödel von meiner Oma...


Please scroll down for the recipe in English.

Die Frau Ziii ist eigentlich in Oberösterreich geboren und nicht in Wien. Nur eine Zuag'roaste bin ich also, obwohl ich schon länger hier lebe wie da. Ursprünglich zwecks Erhöhung meines Bildungsniveaus in diese Stadt gekommen, wurde mein Schicksal durch die Heirat mit einem echten Wiener besiegelt. Die Zugehörigkeit zeigt sich mittlerweile in vielen Dingen. Selbst meine Sprache ist eine andere, wobei ich den oberösterreichischen Dialekt noch immer voll drauf hab, spätestens dann, wenn ich auf der Westautobahn die Ausfahrt Richtung Linz nehme. Manche Dinge ändern sich eben nie. So auch meine Liebe zu Knödeln, seien sie süß oder pikant. Die oberösterreichische Küche ist ja berühmt für ihre Knödelvielfalt und ein ganz besonderer seiner Art ist der Hascheeknödel. Für den Oberösterreicher zählt er zum Standardrepertoire... so eine Art Grundnahrungsmittel. Die meisten Wiener haben davon noch nie was gehört. Sie essen zwar Fleischknödel, Wurstknödel, Grammelknödel, Selchfleischknödel... aber einen Hascheeknödel kennen's nicht. Dabei sind eh alle ihre Knödel Hascheeknödel im weiteren Sinne, denn 'Haschee' lässt sich aus dem französichen Wort "haché" ableiten, was wiederum nix anderes bedeutet wie 'gehackt'. Ursprünglich als geschickte Restlverwertung erdacht, haben die Oberösterreicher eine eigene Wissenschaft daraus gemacht, was in einen Hascheeknödel hinein gehört und was nicht, ohne sich im Namen dezitiert äußern zu wollen. Es heißt einfach nur 'Haschee'. Die richtige Zusammensetzung der Fülle, die schon lang nicht mehr nur aus Restln besteht, hat sich zum gut gehüteten Familiengeheimnis gemausert und auch jede oberösterreichische Fleischhauerei, die etwas auf sich hält, bietet einmal (!) pro Woche ihre Knödel feil, denn nur ein frischer Hascheeknödel ist ein guter Hascheeknödel. Die Mutti kauft ihre immer mittwochs am Bauernmarkt. Wer jedoch nicht in Oberösterreich lebt, hat es schwer. Von Hascheeknödeln keine Spur in den Vitrinen. Fragt mich die Oma also, was ich gerne essen tät', wenn ich sie besuchen komme, sag ich ausnahmslos immer "Hascheeknödel!", weil meine Oma macht natürlich die besten und das sag ich jetzt nicht deswegen, weil sie meine Oma ist. Das ist allgemein bekannt... beim Opa und beim Papa, bei der Mutti, meiner Cousin, der Frau Peschke, der Tante Monika, dem Fräulein und auch beim Herrn Ziii, obwohl der von dieser Materie eigentlich nix versteht, weil er ein Wiener ist.

Das Geniale an den Knödeln meiner Oma ist, dass man nicht sagen kann, ob die Fülle das Beste ist oder doch die Hülle. Flauschig weicher Erdäpfelteig verbirgt feinstes, lockeres Haschee mit sanfter Räuchernote. Sticht man einen Knödel an, quillt paprikaroter, würziger Saft aus seinem Inneren und ergießt sich in einer orangroten Flut über den Teller. Das Geheimnis ihrer Fülle ist die Wurst. Eine ganz bestimmte muss es sein, heißt Banata und stammt aus den ehemaligen Siedlungsgebieten der Donauschwaben, genau wie die Oma. Während des zweiten Weltkriegs sind viele der Ungarn- Jugoslawien- und Rumänendeutschen wieder zurück nach Österreich oder Deutschland gekommen und mit Ihnen auch die Oma, samt Opa und Banata. Die Wurst wird aus grob faschiertem Schweinefleisch hergestellt und mit Paprikapulver, schwarzem Pfeffer und einem Hauch Knoblauch gewürzt, anschließend dezent geräuchert und frisch als Bratwurst oder abgehängt als Hartwurst gegessen... oder aber für Hascheeknödel verwendet, sofern das Rezept aus einer oberösterreichischen Familie mit donauschwäbischem Migrationshintergrund stammt. Darum ist es nicht leicht die Knödel meiner Oma nachzubauen. Es steht und fällt mit der Wurst! Sogar die Oma rennt ihren besten Zeiten hinten nach, was daran liegt, dass der Fleischhauer, bei dem sie die Banata früher gekauft hat, seinerseits Donauschwabe und aus der gleichen Ortschaft wie der Opa, vor vielen Jahren in Pension gegangen ist und der Nachfolger kein würdiger ist. Die derzeit beste Banata macht ironischer Weise mein Schwiegervater... ja genau, der (Stief)vater vom Wiener. Der wohnt im tiefsten Burgenland, was fast schon Ungarn ist, und wurschtet und räuchert dort jedes Jahr um die Weihnachtszeit. Obwohl er keine Ahnung hat, was eine Banata ist und mit den Donauschwaben auch nix am Hut hat, kommt seine geräucherte Wurst einer Banata überraschend nah. 'Ein bisserl zu viel Knoblauch!' meint die Oma immer, was eine höfliche Untertreibung ist, denn dem Schwiegervater seine Wurscht hat ein Aroma, dass wir für die Lagerung einen separaten Schuppen brauchen und sogar der Nachbar vom letzten Haus in der Straße weiß, dass bald Weihnachten ist. Ansonsten erfüllt sie aber alle Hascheeknödelwurstkriterien. Sie ist grob, fett, leicht papriziert und gepfeffert, manchmal mehr, manchmal weniger stark geräuchert, je nachdem, ob der Schwiegervater währendessen eingeschlafen ist oder nicht. Einziger Kritikpunkt ist eben der viele Knoblauch und vielleicht noch, dass es die Wurscht immer nur zu Weihnachten gibt, was einen Oberösterreicher in punkto Hascheeknödel schon sehr einschränkt.

Doch bald ist es soweit. Bald ist Weihnachten und die Würste werden in unserem Kamin hängen. Grund für mich, meinen letzten Besuch bei der Oma zu nutzen um ihr beim Hascheeknödelkochen auf die Finger zu schauen und das Rezept endlich aufzuschreiben, denn sie wissen ja... Omas machen immer alles nach Gefühl, so wie sie es bei ihren Müttern und Großmüttern in der Küche gelernt haben. Oft zählt beim Kochen nämlich das Haptische, vor allem, wenn es um Knödelteig geht. Wie greift sich ein guter Erdäpfelteig an? Brauch ich noch ein bisserl Mehl oder lieber nicht? Das kann ein Kochbuch nur bedingt ersetzen und auch dieses Rezept kann Ihnen letztendlich nur eine Idee geben, wie oder was ein Hascheeknödel sein sollte. Hinzu kommen natürlich noch die persönlichen Geschmäcker, denn die einen schwören auf Selchfleisch, die andere auf viel Speck... und in meiner Familie ist traditioneller Weise eben die donauschwäbische Banata die geschmacksgebende Komponente in der Fülle.

Wollen Sie also Knödel wie die von meiner Oma, halten Sie Ausschau nach einer fein geräucherten Schweinsbratwurst mit sehr grobem und fettem Brät, leicht papriziert und dezent mit Knoblauch und Pfeffer gewürzt. In Oberösterreich bekommen Sie außerdem in jeder Fleischhauerei und in jedem Supermarkt abgepackte Wurstreste... also die Enden der Aufschnittwurst, die im Laufe der Woche anfallen. Sie setzen sich häufig aus Schinken, Polnischer, Extrawurst und Leberkäse zusammen, weil diese am häufigsten gegessen werden. In Wien tät sich einer in den Erdboden genieren, wenn er Wurschtrestln kauft, aber in Oberösterreich ist das gang und gäbe und dient einem einzigen Zweck... Haschee!

Die Oma macht ihre Mischung aber selbst, so wie es bei ihr zu Hause noch üblich war. Die Restln stammen damals wie heut aus der eigenen Küche. Daraus lassen sich wohl die familienspezifischen Hascheeknödelrezepte erklären, denn jede Familie hatte ihre eigenen Präferenzen in punkto Essen. Die einen aßen mehr Selchfleisch, die anderen mehr Räucherwurst oder Speck... und so ergab sich, dass die Hascheeknödelfülle in jedem Haus ein bisserl variiert. Immer jedoch ist das Haschee eine Mischung aus verschiedenen Sorten Wurst, Speck und Geräuchertem, niemals nur aus einer einzigen Zutat.

Die Oma hat heute nimmer so viel Restln wie früher. Der Haushalt ist kleiner geworden. Jetzt kauft sie ersatzweise Knacker dazu. Die eine Hälfte der Fülle muss bei ihr aber aus Banata bestehen, die andere Hälfte setzt sich aus Speck, Knacker und Wurschtrestln zusammen.

Für die Fülle nimmt Sie also eine gute Mischung aus...
  • Banata (mindestens die Hälfte), ohne Haut
  • ein bisserl Speck, je nachdem wie fett die Banata schon ist
  • gekochter Schinken oder was Sie halt an Wurstrestln zu Hause hat oder Knacker

Ersatzweise können Sie für einen typisch oberösterreichischen Hascheeknödel auch eine solche Mischung zu gleichen Teilen verwenden...
  • Selchfleisch
  • fetter Speck
  • eine geräucherte Wurstsorte wie Dürre, Braunschweiger oder Polnische
  • gekochter Schinken oder sonstige Wurstrestln

... niemals aber rohes, gekochtes oder gebratenes Fleisch! Also keine Überbleibsel vom sonntäglichen Schweinsbraten, dem Suppenfleisch oder womöglich gar einem Brathendl! Da machen Sie lieber ein Sandwich draus, aber never ever einen Hascheeknödel! Davon kann Ihnen übrigens die (oberösterreichische) Küchenschabe ein Lied singen, nachzulesen auf ihrem Blog und zwar genau an dieser Stelle (klick).

Ansonsten brauchen Sie für die Fülle genau nix, keine zusätzlichen Gewürze oder Kräuter, keine gerösteten Zwiebel und auch kein Ei zum Binden. Diese Aufgabe übernimmt anfangs das Fett in der Fülle, sei es von der Wurst oder vom Speck. Lässt sich die Fülle eines Hascheeknödels beim Essen mit der Gabel aufspießen, ist irgendwas falsch gelaufen. Das Haschee muss locker und luftig auseinanderfallen, wenn Sie den Knödel öffnen und dabei das Fett austreten. Finden Sie hingegen kompakte Bälle in seinem Inneren vor, schmeißen Sie dieselbigen dem Koch gleich hinten nach. Grundsätzlich wird das Haschee auch gar nicht gehackt, sondern durch den Fleischwolf gedreht, also faschiert. Das ist wichtig! Alles andere, insbesondere ein elektrischer Zerkleinerer, kann dazu führen, dass das Haschee zusammen pickt und nicht krümmelig wird.
Das Wurstfaschieren ist Aufgabe meines Vaters. Keiner dreht so schöne Würmer wie er...

Kommen wir nun zum zweiten wichtigen Punkt, der Teighülle. Die ist beim Hascheeknödel immer aus Erdäpfelteig. Die Sorte ist essentiell für das Gelingen. Unbedingt mehlige Erdäpfel müssen es sein! Sie beginnen schon beim Kochen leicht zu zerfallen und werden immer in der Schale gegart, da sie außerdem dazu neigen, Wasser zu saugen. Überhaupt habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich mehlige Erdäpfel am besten im Dampfgarer oder in einem Topf mit Dämpfeinsatz kochen lassen. Falls das nicht möglich ist, achten Sie darauf, dass die Erdäpfel tunlichst ganz bleiben. Wässrige Exemplare lassen sich oft noch durch Trocknen im Backrohr retten. Mit den falschen Erdäpfeln, also speckigen, beziehungsweise festkochenden Erdäpfeln, erhalten Sie einen pickigen, zähen Teig. Mit den richtigen Erdäpfeln jedoch, ist es keine Hexerei.

  • 600g mehlige (!) Erdäpfel
  • 140-150 g griffiges (!) Mehl 
  • 30 g Weizengrieß
  • 2 mittelgroße Eier, mit der Gabel leicht verkleppert
  • 1/2 TL Salz
(Die angegebene Menge reicht für ungefähr 10 Stück, wobei sich frische Hascheeknödel wunderbar zum Einfrieren eignen)
Die Mengenangabe beim Mehl ist nur ein Richtwert. Die tatsächliche Menge hängt von der Qualität der Erdäpfel ab. Der Teig ist sehr weich und sollte gerade nicht mehr am Brett kleben.

1 Die Erdäpfel werden also in der Schale weich gekocht, dann gut abgeseiht und noch heiß geschält (Während die Erdäpfel kochen, können Sie in Ruhe die Fülle faschieren)

2 Anschließend breiten Sie die Erdäpfel zum Ausdampfen auf einem Nudelbrett aus. Sie sollten dabei trocknen und leicht auskühlen.

3 Nach einigen Minuten drücken Sie die noch warmen (!) Erdäpfel durch die Kartoffelpresse. Die Oma macht es Ihnen vor...








Weiter geht's mit Teig kneten...

4 Nachdem die Eräpfel ausgekühlt sind, salzen Sie diese, streuen das Mehl und den Grieß drüber und drücken eine kleine Mulde in die Mitte. Dort kommen die Eier hinein. Beginnen Sie alles vorsichtig zu vermengen. Dann packen Sie mit beiden Händen an und kneten aus der Masse zügig einen Teig. Arbeiten Sie schnell und nicht zu lange, sonst wird der Erdäpfelteig zäh. Zwischendurch schaben Sie mit einem Palettenmesser das Brett ab und bemehlen es leicht, damit der Teig nicht am Brett klebt. Hier zeigt sich wunderbar der Nutzen eines hölzernen Nudelbretts. Auf Edelstahlflächen und Steinplatten pickt der Erdäpfelteig wia net g'scheit, ebenso auf den Händen. Die reiben Sie am Schluss einfach mit ein bisserl Mehl ab.
Die Oma zeigt Ihnen wieder, wie's geht...






Obwohl die Oma kaum noch was sieht, wutzelt sie mit ihren schmalen, verhutzelten Händen, die Haut so dünn wie Papier, den Teig in kräftigen Schwüngen vor sich her. Zwei Minuten, schwuppdiwupp, und fertig ist er schon. Ich bring' in der Zeit kaum ein ordentliches Foto zustande.

5 Während der Teig kurz rastet... aber wirklich nur kurz, sonst wird er schwarz... formen Sie aus dem Haschee kleine Knödel, ungefähr so groß wie Golfbälle.

6 Weiter geht's dann mit dem Füllen der Knödel. Den Teig halbieren und beide Stücke zu dicken Würsten formen. Mit einem Messer anschließend in Scheiben schneiden. Die Dicke der Teighülle ist Geschmackssache. Ich bevorzuge es nicht allzu dünn. Jede Scheibe flachdrücken, und auf die linke Handfläche legen. Dann das Haschee draufsetzen und mit der rechten Hand gut verschließen. Solange daran herumzupfen, bis alle Nähte gut geschlossen sind, damit sie beim Kochen nicht aufgehen. Anschließend muss der Knödel noch 'geschliffen' werden, entweder direkt auf dem Brett oder so wie meine Oma zwischen den Handflächen. Die Hände werden dabei kreisend, jeweils in die entgegen gesetzte Richtung bewegt. Dadurch bekommt der Knödel eine schöne runde Form. Ein bisserl Übung braucht es dafür freilich schon. Schauen Sie selbst...



Et voilà... da ist er, der Hascheeknödel!

Das Kochen der Knödeln ist dann nicht weiter kompliziert. Sie sollten es nur schnell tun. Erdäpfelteig verträgt keine langen Stehzeiten. Meine Oma geht so vor...

7 Sie stellt eine Bratenform mit Deckel in den Ofen bei 100 Grad, zum Warmhalten der Knödel, wenn es sich nicht in einem Durchgang ausgeht. Dann bringt Sie einen möglichst weiten und ausreichend hohen Topf mit Salzwasser zum Kochen, hoch genug, damit die Knödel schwimmen können, und legt sie vorsichtig ein. Unmittelbar vorher wird jeder noch einmal einzeln geschliffen. Im Topf dürfen die Knödel nicht zu eng gelegt werden, denn sie gehen noch auf. Anfangs neigen sie dazu, sich am Boden anzulegen. Darum löst die Oma sie mit einem Kochlöffel vorsichtig vom Boden und rührt dann ab und zu um, bis sie anfangen zu schwimmen. Nach 10 Minuten dreht sie die Knödel einmal um.
Das Wasser sollte während der gesamten Gardauer leicht vor sich hin kochen, also nicht stark wallend kochen und auch nicht sieden. Irgendwo dazwischen, halt schon kochen, aber nicht sehr stark. Nicht zudecken! Die Hascheeknödel brauchen je nach Größe ungefähr 20 Minuten. Dann holt sie alle mit dem Sieblöffel raus und stellt sie zugedeckt (!) in den warmen Backofen. Es folgt der nächste Schwung. Sind alle Familienmitglieder anwesend, braucht's ungefähr drei Durchgänge und einundzwanzig Knödel, denn in der Oma ihren Topf passen genau sieben rein.
Die Hascheeknödel werden in einer großen Schüssel serviert und als klassische Beilage wird natürlich Sauerkraut gegessen. Dafür ist bei uns die Mutti zuständig, aber das ist eine andere Geschichte...
Fleischknödel-Kartoffelteig-Rezept




meat-dumplings-potato-recipe


PS... Unlängst bin ich übrigens auf etwas Interessantes gestoßen. Der Herr Ziii und ich waren mit dem Auto unterwegs nach München. Damit er nicht so lange mit mir reden muss, hat er sich ein Hörbuch gekauft und mich damit fast fünf Stunden beschallt. Einen Kriminalroman hat er gewählt, der thematisch passend, in Bayern spielt und den Titel 'Winterkartoffelknödel' trägt. Die Oma des Hauptprotagonisten Franz Eberhofer ist in der Geschichte ständig mit Kochen beschäftigt und zwar deftigste bayrische Hausmannskost, unter anderem auch Knödel. Der Eberhofer sagt an einer Stelle: "... So was Blasses hab ich vorher noch nie gesehen. Höchstens noch die Kartoffelknödel von der Oma. Wobei es da auf die Kartoffeln ankommt. Die Sommerkartoffeln sind viel mehr gelb als die Winterkartoffeln. Und drum sind auch die Knödel im Winter heller." - Rita Falk, "Winterkartoffelknödel"
Das habe ich zum ersten Mal gehört. Mir ist zwar schon öfter aufgefallen, dass die Hascheeknödel meiner Oma manchmal heller, fast weiß sind und manchmal dunkler, aber ich dachte immer das hängt mit den Eiern zusammen oder mit der Erdäpfelsorte. Ob's stimmt? Vielleicht hat ja der eine oder andere unter Ihnen einen Erdäpfelbauern in der Familie. Dann fragen Sie bitte nach. Mich interessiert's.



Recipe in English...

Hascheeknödel - Dumplings filled with minced meat

Dumplings are a typical Austrian dish. The ones filled with meat are always made of potato dough, whereas the filling depends on the region where they come from. In Upper Austria 'Hascheeknödel' are very popular, which are filled with a mixture of sausage, bacon and smoked pork. In my family, my grandmother is the 'Master of the Dumplings' and recently she showed me how to make the best Knödel ever. What makes her dumplings so delicious, is the kind of sausage she takes. It is called 'Banata' and made of roughly cut fat pork meat, paprika powder, black pepper and garlic, lightly smoked. For substitute you can take a mixture of ...

  • smoked pork meat
  • fat bacon 
  • ham
  • Knockwurst

... but never use cooked meat, like leftovers from sunday roast pork, chicken or similiar!

Put all ingredients through a meat grinder. That's it! Nothing else is added. Don't use a food processor, because the meat will stick together and the filling doesn't become as crumbly as it should.
Then make small balls.

For the potato dough you need...
  • 600 gfloury potatoes
  • 140-150 g flour
  • 30 g semolina
  • 2 eggs (M)
  • 1/2 teaspoon salt
(about 10 dumplings)

1 Cook the potaoes in a large pot of water until soft. Be careful, so that the potatoes stay intact. Otherwise they tend to absorb water. Alternatively you can use a steamer. Then drain the potaoes in a colander. Peel them when they are still hot and mash them with a foodmill or a sieve. Do not use a food proscessor or similar, otherwise the potatoes become sticky. Let the mash cool down a little bit. Than pour the flour, semolina, the eggs and the salt. Use your hands to make a dough but do not knead too long.

2 Divide in two parts and form each part into a thick roll. Cut with a knife into thick slices. Than flatten each slice with your fingers, place a meatball on it and shape the dumpling. Make sure that the dough closes properly.

3 Than cook into lightly salted boiling water for about 20 minutes. Turn them round from time to time, so that they don't stick at the bottom.

4 Serve with with sauerkraut or salad.


Greetings from Vienna. Yours truly, Mrs Ziii.


My Instagrams


Lieben Gruß aus Wien von Frau Ziii

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63 comments:

  1. Das kannst du doch nicht machen! Ich trens die Tastatur voll, und nach dem Nachtmahl kann ich doch nicht mehr mit dem Knödelkochen anfangen. Außerdem hat der Fleischauer zu, macht aber nichts, weil der hat eh keine Banata. Die hab ich übrigens bis heute nicht gekannt. Also ich les das jetzt noch einmal, da nehm ich auch zu.
    Schöner Artikel und noch schönere Fotos.

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  2. Ist sich vor Nachtmahl leider nicht mehr ausgegangen... aber morgen vielleicht? Hoffentlich gibt's keinen Jo-Jo Effekt!

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  3. Eine bemerkenswert schöne Bilderserie samt Geschichte - die Hände der Oma habens mir besonders angetan.

    Und bei der Wurst deucht mir, kann ich ein Kleinwenig mitreden. Mein Lehrmeister am Theater war Donauschwabe. Und in seiner heimischen Werkstatt haben wir zusammen gewurstet (und im Hof sogar geräuchert, aber das darf niemand wissen). Obs eine ähnliche Wurst gewesen ist?

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    1. Das war sicher eine Banata. Jede Wette! Die war Standard! Weißt Du noch, wie's gemacht wurde?

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  4. Frau Ziii, wunderbare Bilder haben Sie da gemacht. Ich bin hin und weg und auch das Rezept liest sich so gut!
    Grüße nach Wien.

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    1. Vielen Dank und einen recht schönen Gruß auch an Dich.

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  5. Liebe Frau Ziii, ein ganz herzliches Dankeschön für die gelungenen, faszinierenden Fotos, für die tolle Geschichte und auch für das Rezept. In meiner Heimat, im Saarland, gibt es ein ähnliches Rezept mit Knödeln, die mit einer speziellen Fleischfarce gefüllt sind. Dort werden sie "Gefüllte" genannt.

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    1. Ghhh, ein G'füllter ist bei uns einer der zuviel von den Hascheeknödeln gegessen hat, also etwas fettleibig ist :-)))

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  6. Martina | Salzburg20. November 2013 um 21:53

    Wunderbares Posting! Mehr davon! Ich liebe Hascheeknödel :-) Und den Schreibstil. Und sämtliche Bücher von Rita Falk incl. Kochbuch.

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    1. Da gibt's ein Kochbuch? Mir ist sie vor kurzem erst untergekommen durch das Hörbuch. Beim Googeln bin ich auf den Film gestoßen "Dampfnudelblues". Der Trailer ist jedenfalls vielversprechend.

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  7. Ganz großartiger Artikel. Kann's leider nicht nachkochen, auch in Bayern gibt's keine Banata.

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    1. Aber ein Rauchfleisch doch, oder? Damit kannst Du ja basteln. Nimm doch einfach das 'Ausweichrezept' für die Fülle. Schmeckt auch gut.

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  8. Eine wunderbare Essgeschichte - vielen Dank!
    Und nun weiß ich auch, wie diese wunderbare Wurst hieß, die mein Onkel früher immerzu Weihnachten in seinem Keller herstellte. Der väterliche Teil meiner Sippschaft sind nämlich Banatschwaben....

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    1. Jetzt müsst' ma nur noch wissen, wo wir die in Wien kaufen können, gell?

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    2. Ich wohn ja in München, da weiß ich aber auch nicht, wo's die gibt. Und mein Onkel hat sein Rezept mit ins Grab genommen....

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  9. Ach Ziii, was soll ich dir sagen: wir können uns heut noch anhören, dass wir die Hascheeknödel beim ersten Mal völlig verhaut haben, obwohl inzwischen vieleviele perfekte Hascheeknödel dazwischen liegen!

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    1. Ist Ehrensache für einen Oberösterreicher, oder?

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  10. Liebe Frau Ziii,
    wunderschön beschrieben und bebildert.
    Gut, dass meine Mutter auch eine Oberösterreicherin ist und mir das schon früh beigebracht hat. Banata kenn ich aber auch nicht und so nehme ich immer Geselchtes, das übrig ist und Braunschweiger und ich würze diese Füllung sooo gerne mit Thymian. Auch wenns nicht typisch oberösterreichisch ist.
    Vielen Dank für diese wunderchöne Beschreibung.
    Grüße Dich herzlichst, Sonja

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    1. Liebe Sonja, es ist ja auch schwer zu sagen, was genau ein oberösterreichischer Hascheeknödel ist. Jede Familie hütet da ein Geheimnis und Deine halt den Thymian. Banata ist auch nicht die typische Wahl beim Hascheeknödel.Ich finde hier geht die Tradition vor!

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  11. Oh Gott, Frau Ziii, dieser Post verdient es auch, als Hörbuch vertont zu werden! SOOOO VIEL TEXT und keine Sekunde langweilig! Herrlich, ich musste ständig schmunzeln.

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    1. Vielen Dank für das schöne Kompliment! Dabei hab ich mich eh bemüht, den Text kurz zu halten. Mir wäre noch so viel eingefallen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich in Wien das erste Mal Wurstrestl kaufen gegangen bin... :-))

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  12. Einfach wunderbar ! Bilder als auch der Text .. as usual ! GLG Melanie

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    1. Liebe Melanie, vielen Dank. Ich hoffe Die geht's nicht mehr so gaga wie gestern und Dein Schnupfen ist bereits auf der Heimreise. Gute Besserung und einen lieben Gruß von Frau Ziii.

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  13. Ist das die Oma, die immer vom Likör genascht hat, den der Opa dann still und heimlich ersetzt hat? Wenn ja, dann spricht ja einiges für erhöhten Likörkonsum!

    Bananta kenn ich übrigens gar nicht. Weißt du, ob man die irgendwo in Wien kaufen kann?

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    1. Bingo! Das ist die Oma, die immer vom Likör nascht. Prost! Und unten bei den Instagrams ist auch ganz außen rechts ein Foto vom Opa dabei ;-)) Banata ist mir in Wien leider noch keine untergekommen. Am Naschmarkt gibt es am Samstag immer ein Standl mit ungarischen Spezialitäten. Da ist eine Wurst dabei, die der Banata sehr ähnlich ist, allerdings viel stärker papriziert und überhaupt mehr gewürzt. Die ungarische Variante halt. Beim Thum gibt es eine Bratwurst vom Mangalitzaschwein, die allerdings nicht papriziert ist, aber auch gut für Hascheeknödel geht. Mir bringt sie sonst halt immer der Papa mit, aber, wie gesagt... es ist auch unsere Quelle in Linz versiegt. Mein Vater probiert jetzt halt verschiedene durch (seit Jahren).

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  14. hab gerade erst deinen blog entdeckt - wunderschön! und was für ein toller post!!
    liebe grüße, nora&laura

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    1. Dankeschön! Euch auch einen lieben Gruß aus Wien.

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  15. Wunderschöne Fotos und super Text...was will man mehr! :)

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    1. So viele Lorbeeren heute für mich :-) Auch Dir ein herzliches Dankeschön und einen lieben Gruß aus Wien.

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  16. wunderschöner beitrag! hat mich aber doch recht traurig gemacht, weil meine oma erst voriges jahr verstorben ist. knödel hat sie nie gemacht, aber an die teller mit dem goldenen rand kann ich mich gut erinnern :-)

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    1. Liebe Claudia, das tut mir sehr leid und Dein Verlust macht mich auch traurig, denn ich lebe schon ständig in dem Bewusstsein, dass es das letzte Mal gewesen sein könnte... noch ist es (hoffentlich) ein Neichterl hin.

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  17. Das muss ich mir am Abend in aller Ruhe durchlesen!
    Meine Oma Maria stammte auch aus OÖ und hat aber leider ihr Knödelrezept für die "Hackerknödel", wie sie bei uns hießen, nicht hinterlassen, so wie so viele andere Rezepte..
    lg

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    1. Schade, um die vielen guten Rezepte. Ein Hauptgrund, warum ich das alles aufschreibe. Lieben Gruß von Frau Ziii

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  18. Toll, nun hab ich Hunger.

    Ich kenn als Nichtösterreicher diese Art Knödel gar nicht. War beim Lesen auch anfangs sehr skeptisch. Aber das Endergebnis sieht lecker aus ...

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    1. ...und schmeckt auch... und wie... auch den Nichtösterreichern... ganz fix :-))

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  19. wunderbar, wunderbar, wunderbar! ich lese deine posts sooo gerne - alleine das ist ja schon ein vergnügen, ganz abgesehen von den rezepten und den tollen fotos! diesmal besonders toll, weil die oma und ihre hände so sehr schön sind!
    muss ich das doch auch einmal probieren, obwohl ich möglicherweise noch unter verschärften bedingungen arbeite, da in tirol lebend - da wird es auch mit den diversen ersatzwürsten schwierig werden... :-((
    als ich übrigens einmal dein wirtshausgulasch nachgekocht habe, habe ich bewundernde blicke des metzgers wegen meiner fleischauswahl geerntet! :-) und es wurde traumhaft gut!
    ursula

    p.s. meine eltern sind beide oberösterreicher, hascheeknödel hat es aber leider zu hause nie gegeben, auch die ganzen anderen knödelarten nicht. bei besuchen in oö waren wir dafür aber immer auf der jagd nach gasthäusern, wo man die besten kriegt. für mein empfinden ist das der zweimüller ins grieskirchen.

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    1. Ursula, Du lebst doch speck, geselchtes und wurstmäßig im Paradies. Da wird sich doch sicher was finden. Wie gesagt, das Haschee darf sich ja auch an die 'Umstände' anpassen :-) Den Zweimüller kenne ich gar nicht. Werde das mal an meine Eltern weiterleiten. Die kommen öfter in die Gegend. Vielleicht kennen sie ihn sogar. Lieben Gruß nach Tirol, direkt aus Wien von der Frau Ziii.

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  20. DAS werde ich demnächst auch ausprobieren! Wohne ja selbst in Wien und werde demgemäß das Ausweichrezept heranziehen. Kann´s kaum erwarten...
    Habe Dir übrigens vor einiger Zeit ein Mail geschrieben - ich hoffe, es ist angekommen. Keine Angst vor der Mailadresse, die hat eine andere Geschichte ;-)
    lg
    A

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    1. Wenn Du der/die bist, der/die nächtenst kocht... ja, angekommen. Hab mich auch sehr gefreut, bin aber mit meiner Post mächtig im Rückstand. Melde mich bald und einstweilen vielen Dank für Deine lieben Worte. Gruß von Frau Ziii

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  21. wunderschöne bilder. wunderschöne hände, ich weiß noch genau wie die sich anfühlten. das erinnert mich so an meine oma, danke.

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  22. Jah als waschechte Oberösterreicherin,ganz in der Nähe von Linz gebe ich dir in jeden Punkt Recht.So ist des mit den Hascheeknödln..
    Super schene Büdln,klasse Gschicht und sowieseo wie immer super dein Post.Lg.Edith.

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  23. Aaaaah, Frau Zii, Ihre Geschichten sind einfach fantastisch zu lesen ... wenn man dann noch Wörter wie "Hascheeknödelwurstkriterien" oder "papriziert" geschenkt bekommt - dann vergeß ich doch glatt das gräßliche Novemberwetter vorm Fenster! DANKE.

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  24. Hallo Frau Zii,
    Die Knödelfarbe (Kloßfarbe) hängt stark von der verwendeten Farbe des Fleisches der Kartoffelknolle ab. Je gelber = umso mehr Carotin. Gelbe Sorten sind z.B. "Bernadette, Gala, Donella", natürlich hilft bei der Farbe der Knödel viel Eigelb tüchtig nach

    Mit Grüßen von der Elster aus Leipzig / Sachsen

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  25. Hallo Frau Ziii, also das mit der Knödelfarbe hängt (auch) von der Farbe der Kartoffel ab. Je mehr Karotin eingebaut ist in die Knolle, umso gelber das rohe "Kartoffelfleisch", umso gelber auch damit die Farbe der Knödel. Und viel Eigelb hilft natürlich nach ...

    Ein Gruß aus Sachsen nach Wien

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  26. Ich liiiiiiiebe Hascheeknödel!!! Neben Kartoffelgulasch DAS Lieblingsgericht aus meiner Kindheit ... Die Bilder sind wunderschön :-)

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  27. Hallo Frau Ziii,
    vielen, vielen Dank für das Niederschreiben dieser wunderbaren Geschichte (Rezept wäre untertrieben)! So geht das Wissen über die Hascheeknödel der Oma nicht unwiderbringlich verloren, sondern ist nun für alle Zeiten in den Weiten des Internet verewigt.
    Meinen allergrößten Respekt dafür.

    Mit vielen Grüßen aus Oberbayern ins (fast) benachbarte Wien

    Da Deifi

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  28. Das Rezept und die Geschichte erinnert mich sehr an meine Oma und meine Kindheit in Bad Ischl. Danke dafür!! Herzliche Grüße aus dem verschneiten Ennstal! Michaela

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  29. Wunderbar schön, wie die Oma da mit ihren geschickten Händen Knödel rundet! Ganz herzig, ich hab Tränen in den Augen, weil ich auch gleich an meine Oma denken muß, die immer so gut für mich und den Opa gekocht hat. Danke, liebe Frau Ziii...

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  30. Hallo Frau Ziii!

    Eine wunderschoene, liebevolle Geschichte ueber die Oma und ihre Kochkunst! Leider passiert es viel zu selten, dass die Omas ihr Wissen weitergeben und dann gehen leider viele Geschmackserlebnisse verloren (Ich vergleiche heute noch den Geschmack jedes Vanillekipferl mit ihren). Meine Oma hat uns zwar Zutatenlisten hinterlassen aber leider keine Mengenangaben dazu.

    Bezueglich der Wurstreste: Der grosse Supermarkt in der Scs hat manchmal welche, allerdings hat mich das Aussehen der Wurst nie zum Kaufen animiert.

    Liebe Gruesse aus der Vorstadt!

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  31. Das ist ein wunderschöner Artikel, der das Herz berührt... und auch ich wünsche mir gerade meine Oma wieder, wie so oft. danke Frau Ziii :-)

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  32. Hallo, ich kann mich den anderern Kommentaren nur anschliessen... ein sehr schöne Geschichte mit noch schöneren Bildern. Am stärksten hat mich der Satz mit der Haptik angesprochen. Ich kenne eine Oma, die ihren Strudelteig genau 42 mal auf's Holzbrett schlägt.. nciht mehr und auch nicht weniger, denn nur dann hat er die richtige Konsistenz. Wie du ebenfalls sagtest, die Knödel werden ach nur so gut, weil die Oma genau weiss, wie sich der Teig anfühlen muss. Das lernt einem nur die Übung, und auch das Alter... Schön, wenn man alt ist! Einen schönen Gruss aus Finnland

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  33. Aaalso, liebe Frau Ziiii...... Ihr blog ist mein Lieblingsblog, und die Omaknödelnseite ist so wunderschön! Alles, was die anderen Kommentatorinnen geschrieben haben kann ich nur wiederholen. Ich selbst bin nicht unbedingt die absolute Knödelköchin, bei uns zuhause gabs nie welche. Aber dieser Beitrag ist so wunderbar, und die Knödeln Ihrer Oma sehen so weich, sanft und zart aus, das hat eingeschlagen bei mir. Tagelang gingen mir die Knödel nicht aus dem Kopf, und es ist für mich, als ob ich einen Film gesehen hätte und nicht einen blog gelesen. Sie schreiben so anschaulich, machen so herrliche Bilder, das macht mehr her als jede Kochsendung.
    Nun koche ich einmal in der Woche bei uns im Elternhaus für die Eltern. Im Elternhaus wohnen Eltern krebskranker Kinder, während diese zur Behandlung in der Klinik sind. Mama und Papa wechseln sich oft ab (wenn es geht) und einer schläft eben bei uns, der andere beim Kind in der Klinik. Die Eltern versorgen sich selbst, aber einmal in der Woche werden sie bekocht. Und ich hab schon mehrfach die „Frau Ziii-Rezepte“ gekocht, immer mit Erfolg. Nun MUSSTEN es heute die Knödeln sein. Keine Hascheeknödeln, sondern einfache, zu Rouladen. So schön sind sie nicht geworden, aber geschmeckt haben sie! Und es werden nicht die letzten sein, danke für Ihre Arbeit und fürs mit-uns-teilen.

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  34. Liebe Frau Ziii, die Hascheeknödel klappen auch in der Schwarzwäldervariante hervorragend und schmecken einfach toll. Vielen Dank an Sie und ihre Oma!!! Grüße aus Karlsruhe von Sandra + Paul

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  35. Liebe Frau Ziii, vielen Dank für das Rezept! Als gebürtige Oberösterreicherin hab ich's leider verabsäumt, mir Hascheeknödel beibringen zu lassen, bevor ich ins feindliche Ausland gezogen bin. Aber jetzt hab ich gerade nach Ihrem Rezept eine Partie angefertigt, und sie sind genauso geworden wie bei Oma und Mama - perfekt! Vielen, vielen Dank!

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  36. Ein sehr sehr schöner Beitrag!!

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  37. Liebe Frau Ziii, ich hab in Leoben am Bauernmarkt ein Hartwürstel entdeckt, das leicht papriziert ist und ich glaube etwas Knoblauch ist auch darin....ich kann leider kein Foto mitschicken, aber sie sieht von der Farbe her fast genauso aus wie die Füllung die im Knödel ist. Allerdings ist glaube ich ein kleines bisschen Rind herauszuschmecken. Könnte ich diese Wurst eventuell verwenden?

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    1. Liebe Ivi, probieren geht über studieren, heißt es doch! Wichtig wäre, dass die Wurst nicht zu hart ist, das Brät sollte also noch ganz weich und krümelig sein. Ich wünsche Dir gutes Gelingen. Lieben Gruß aus Wien von Frau Ziii

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  38. Liebe Frau Ziii, ich habe bei mir am Bauernmarkt eine Hartwurst gefunden die meiner Meinung nach sehr ihrer Beschreibung ähnelt...allerdings glaube ich, dass auch etwas Rindfleisch darin ist. Leider kann ich kein Foto posten, aber die Wurst ähnelt sehr der Farbe der Knödelfülle. Kann ich es mit dieser Wurst probieren?

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  39. na Hallo
    da sucht man Haschee Knoedel und findet auch gleich eine geschichte dazu - meine deutsche frau kennt sowas natuerlich nicht und in kapstadt werde ich die zutaten nicht finden, muss eben "ersatzteile" nehmen. Na ja Oma aus Haslach a.d. Muehl kommt ja im November und kann uns in die materie einfuehren,( sie macht die besten ) ich habe in 30 jahren keine hascheeknoedel mehr gegessen
    vielen lieben dank

    gruss aus kapstadt
    peter koblmiller

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  40. Hallo, so eine lustige und kurzweilige Geschichte. Die Knödel muss ich unbedingt bald wieder mal machen. Werde gleich auch den gesamten blog durchsehen - bin schon gespannt darauf.
    Vielen Dank und weiter so :)
    Annette

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  41. Meine Kitchenaid hat mir beim Teigkneten ordentlich geholfen und somit waren die Knödel schnell fertig.
    Der Geschmack was hervorragend und ich werde die sicherlich bald wieder machen.

    Liebe Grüße
    aus Biedermannsdorf

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    1. Lieber Fred, Du bist aber fleißig. Ich htte jetzt auch gerne Hascheeknödel ;-)

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  42. Hallo Zii!

    Das Lesen deines Rezeptes hat mich sehr an meine Kindheit und Jugend in Steyr erinnert. Auch ich habe die Hascheeknödel meiner Mutter noch "am Gaumen". Hab sie mir während meiner Studentenzeit in Wien immer als tiefgekühltes Versorgungspackerl gewunschen. Und auch die so ca. 20 Minuten gekochten tiefgekühlten Knödel waren ein Gedicht! Nur hat es oft bei uns auch einen Roten Rüben-Salat mit viel Kümmel als Beilage gegeben. Den esse ich auch heute noch gerne dazu.
    Meine Mutter hat sie mit einer Stange Dürren und einer Knacker zubereitet (oder auch anderen Wurstresten), ein paar Knoblauchzehen und klein geschnittenen Zwiebel.
    Heute bestreue ich die fertig gekochten und aufgeschnittenen Knödel mit einer Mischung aus getrockneten "französischen Kräutern" aus dem Garten.
    Das gibt dem Ganzen - finde ich - eine ganz besondere Note.

    Es ist immer wieder ein Vergnügen, in deinem Blog zu lesen und dafür möchte ich mich ganz besonders bedanken.

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