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Eines kam zum Anderen. Das Fräulein Ziii, jetzt immer mit Kalorien-App unterwegs, stopft mir täglich den Kühlschrank mit Wassermelonen voll. Diese wollen gegessen werden. Weil ich nun vor lauter Melonen im Kühlschrank nix mehr sehe, hätte ich den Feta von vorvorletzter Woche beinahe vergessen, aber nur beinahe, denn bevor der Liederling von alleine davon spazieren konnte, habe ich ihn schnell mit einer von den Melonen verkuppelt. So oder so ähnlich habe ich es schon mancherorts gesehen.
Seit die Liaison vom pikanten Feta und der prallen Melone vor einigen Jahren in trendigen Kochbüchern, Foodblogs und Restaurants publik wurde... und im übrigen keiner so recht weiß, wie es dazu eigentlich kam... ploppt die Verbindung jeden Sommer aufs Neue irgendwo auf und ich frage mich immer wieder: "Können so viele Menschen irren?" Obwohl ich diese Frage in der Regel mit einem klaren 'Ja' beantworte, muss ich in diesem speziellen Fall doch zugeben: "Öha?! Die haben alle recht!"
Der originelle Salat hatte jedenfalls auch interfamiliär durchschlagenden Erfolg und es folgten gleich mehrere Versuche um herauszufinden, welche der kursierenden Varianten denn nun die bessere sei. Meine ganz persönliche und total subjektive Erkenntnis schreibe ich hier und jetzt nieder.
- 600 g Wassermelone, kühlschrankkalt - nicht ersetzbar durch andere Melonensorten, weil nicht so süß
- 150 g fester und gut salziger griechischer Schafkäse (Feta) - wir haben auch die Ziegenkäse- und Mozarellavariante probiert, doch der griechische Schafkäse war besser, was vor allem daran liegt, dass er salziger ist und genau dieser Kontrast zur Wassermelone erwünscht ist.
- 2 EL Pinienkerne - sind ebenfalls unumgänglich. Sie geben den notwendigen Crunch.
- 1 Handvoll frische Basilikumblätter - in vielen Rezepten wird Minze verwendet, auch gut, aber ich finde den Basilikum hier um einen Deut besser
- 2 EL bestes, kalt gepresstes Olivenöl oder auch mehr
- frisch gemahlener, sehr grober Pfeffer - ich habe hier den fruchtigen roten Kampottpfeffer verwendet
- 1 EL milder natürlicher! Minzesirup - gibt einen Extrakick, kann aber auch weggelassen werden
- eventuell kleine, schwarze Oliven
- Zitronenspalten
(für 4 Personen als Vorspeise, oder 2 Personen als sommerliche Mahlzeit)
Die Zubereitung ist so einfach, wie sie einfacher nicht sein könnte. Ich empfehle auf jeden Fall den Salat auf einer Platte anzurichten und nur zu beträufeln, anstatt ihn in einer Schüssel zu marinieren. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass das Gericht ansehnlicher bleibt, denn der Feta hinterlässt sonst auf der Wassermelone weiße Schlieren.
1. Die Pinienkerne entweder in einer Pfanne oder im Backrohr trocken rösten bis sie goldbraun sind.
2. Die Wassermelone in Spalten schneiden, die Schale entfernen und anschließend grob zerteilen. Auf keinen Fall klein fitzeln. Die Melonenstücke auf einer Platte verteilen.
3. Den Schafkäse mit den Fingern direkt über den Melonen zerbröseln.
4. Mit den Pinienkernen, dem Basilikum und eventuell Oliven bestreuen.
5. Ordentlich pfeffern, unbedingt mit sehr grob gemahlenem Pfeffer.
6. Dann noch den Minzesirup und das Öl darüber träufeln.
7. Mit Zitronenspalten servieren, für alle, die es gerne mehr sauer mögen.
Gesehen: erst kürzlich bei
Kubiena, noch zusätzlich mit Gurken und Zwiebeln drin, ganz klassisch bei
Simply4friends oder auch bei meinem kulinarischen Zwillingsgestirn, der Alexandra vom
Roughcutblog, die in ihrer
Kolumne Erdbeeren ins Spiel bringt.
Recipe in English
Watermelon Salad with Feta, Pine Nuts and Basil
It's hot in the city! Streets in Vienna are melting and it is time to cool down a little bit. One of the best combinations for those summer days is watermelon and feta. It is said, that the salad originally came from Greek. This seems to be reasonable since all ingredients are common in Greek. It is so simple, so easy and so delicious, although I am sure that you are suspicious of this extraordinary liaison. But so many people can't be wrong. You will be surprised how well the watermelon and the feta come together.
I tried many versions of the salad, with cucumber and strawberries additionally, goat cheese and mozzarella instead of feta, with onions or without and of course with mint instead of basil. I like this combination the most...
- 600 g cold! watermelon - not replaceable by other melon varieties, because not so sweet
- 150 g salty feta - I tried goat cheese and mozzarella, too, but feta was the best, mainly because of the fact that it is much more saltier and this is excactly what the watermelon needs.
- 2 tablespoons pine nuts - are also essential for the crunch and add a little nutty flavor
- 1 handful of fresh basil leaves - mint is used in many recipes, this is good, too
- 2 tablespoons extra virgin olive oil or even more
- freshly ground pepper, very rough - I use the fruity red campot pepper
- 1 tablespoon mild mint syrup with natural flavor
- maybe small black olives, if you like
- lemon wedges
(serves 2 or as a starter 4)
I definitely recommend to serve the salad on a plate and drizzle, instead of marinating it in a bowl. This looks much more prettier.
1 Dry roast the pine nuts into a pan or in the oven until they are golden brown.
2 Cut the watermelon roughly, not to small, and arrange it on a plate.
3 Crumble the feta with your fingers and spread it over the melons.
4 Sprinkle with the pine nuts, basil and maybe olives.
5 Sprinkle with freshly ground pepper.
6 Then sprinkle with the mint syrup and the olive oil.
7 Serve with lemon wedges.
Greetings from Vienna. Yours truly, Mrs Ziii
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Lieben Gruß aus Wien von Frau Ziii